Die biometrischen Risiken

Bei den biometrischen Risiken geht es hauptsächlich um den Verlust der Arbeitskraft und die Absicherung der Konsequenzen die durch den Ausfall des Einkommens entstehen. Jeden Tag passiert es in Deutschland 685mal. Es ist die zweithäufigste Todesursache in Deutschland. Die Rede ist vom Schlaganfall. Wenn Mann oder Frau das Blutgerinnsel im Kopf glücklicherweise überlebt, sind leider die Sorgen der Angehörigen noch lange nicht vorbei. Wann ist der erkrankte Familienangehörige wieder fit. Wann kann er wieder arbeiten? Wie lange reicht das Gesparte für solch einen gesundheitlichen Ausfall? Biometrische Risiken werden die Risiken genannt, die unmittelbar mit dem Leben einer zuversichernden Person verbunden sind. Viele Deutsche sind bisher nur unzureichend über das große Potential dieser Risiken und vor allem ihrer Folgen aufgeklärt.

Folgende Risiken können hier unterschieden werden:

Pro Kalenderjahr scheiden in Deutschland bis zu 200.000 Berufstätige vorzeitig aus dem aktiven Erwerbsleben aus. Eine Zahl, die so in den meisten Köpfen nicht bekannt ist. Der Gesetzgeber hat hier gewisse Sicherungssysteme eingeführt, diese reichen aber wie so oft nicht aus, um auch nur annähernd den Lebensstandard zu erhalten. Private Vorsorge ist daher wichtig! Nicht einmal jeder 4. Haushalt hat sich für den Fall einer Berufsunfähigkeit finanziell ausreichend abgesichert. Junge Leute, die sich kostengünstig absichern könnten, erkennen häufig die Notwendigkeit einer solchen Absicherung nicht. Hier sehen wir einen klaren Aufklärungsauftrag!
Menschen, die nicht über die finanziellen oder gesundheitlichen Voraussetzungen für eine Berufsunfähigkeit verfügen können als Alternative eine Absicherung der Grundfähigkeiten (Sehen, Hören, Sprechen usw.) vornehmen. Hier wird im Versicherungsfall eine lebenslange Rente gezahlt, sofern mindestens eine 50%ige Invalidität vorliegt.

Dread Disease ist ein verhältnismäßig junges Produkt in Deutschland und heißt übersetzt „schwere Krankheit“ und ist eine Versicherung, die gegen die finanziellen Folgen einer gravierenden Erkrankung absichert. Denn wer schwer erkrankt, ist in vielen Fällen nicht nur persönlich, sondern auch finanziell gefordert, da die staatliche Förderung in Deutschland immer mehr zurückgefahren wurde.
Sollte die versicherte Person nun an einer der im Versicherungsvertrag definierten Krankheit (Krebs, Schlaganfall, Lähmung etc.) erkranken wird eine vorher vereinbarte Versicherungssumme gezahlt. Dieses Kapital kann nun zu verschiedensten Zwecken genutzt werden. Umbau der Wohnung, Kuraufenthalte oder auch spezielle Therapieanwendungen, die evtl. die gesetzliche Krankenversicherung nicht trägt. Oder man benutzt das Kapital als Puffer für den Einkommensausfall. Die Mittelverwendung obliegt hier ganz allein dem Versicherungsnehmer.
Im Gegensatz zur Berufsunfähigkeitsversicherung leistet diese Versicherung unabhängig davon, ob ein Beruf noch ausgeübt werden kann.
Eine weitere Form der Absicherung von existenzbedrohenden Risiken ist die Pflegeabsicherung. Wer heute in ein Pflegeheim muss, erhält einen staatlichen Pflegezuschuss. Die restlichen Pflegekosten müssen vom neuen Pflegeheimbewohner selbst getragen werden oder es müssen die Angehörigen dafür aufkommen. Wer heute mit Pflegestufe III in einem Pflegeheim wohnen muss, der zahlt monatlich rund 3.500 € aus eigener Tasche. Sollte sowohl der Bewohner selber, als auch die Angehörigen, nicht genügend finanzielle Mittel aufbringen können, wird das Sozialamt für die Pflegeheimkosten aufkommen. Jeder dritte Heimbewohner ist bereits Sozialhilfeempfänger. Es versteht sich von selbst, dass das Sozialamt hier erst leistet, wenn wirklich kein Kapital mehr vorhanden ist. Somit ist hier ein mögliches Erbe an Kinder oder Enkelkinder bereits vollständig aufgezehrt. Besonders brisant ist die Situation wenn ein Partner nicht das Pflegeheim sondern, die gemeinsame Wohnung noch weiter bewohnen kann. Da hier die Lebenshaltungskosten und Miete monatlich noch zu Buche schlägt, kann ein Vermögen von rund 200-300 Tausend €uro relativ schnell verbraucht sein. Der Gang zum Sozialamt ist dann vorprogrammiert. Ein Verkauf der eigenen Immobilie kann hier ebenfalls drohen. Folglich ein Thema, welches in jeder professionellen Ruhestandsplanung Einzug erhalten sollte. Als letzter Punkt steht die Versorgung bei Unfällen:
Alle 4 Sekunden ereignet sich in Deutschland ein Unfall – so die Statistik. 75 % aller Unfälle geschehen in der Freizeit und fallen daher nicht unter den Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Gute Gründe für eine private Unfallversicherung. Entscheidend ist aber, was überhaupt als Unfall gilt und abgedeckt ist. Nach der klassischen Definition handelt es sich dann um einen Unfall, wenn der Versicherte durch ein plötzlich von außen auf den Körper einwirkendes Ereignis – das ist das Unfallereignis – Gesundheitsschäden erleidet. So gilt z.B. ein Herzinfarkt oder Schlaganfall, der einem Sturz vorausgeht, in diesem Sinne nicht als Unfall und ist auch nicht versichert. Eine gute Beratung ist bei einer Unfallversicherung besonders wichtig um die zahlreichen Leistungsunterschiede der Angebote unterscheiden zu können. Sonst droht auch hier eine besonders schmerzliche Falle.
Die Palette der Risiken, aber auch der Absicherungsmöglichkeiten ist vielfältig. Jede Versicherung blind abzuschließen ist sicherlich hier nicht die sicherste und vor allem auch nicht die günstigste Variante.
Als Ruhestandsplaner haben wir uns neben dem Vermögensaufbau auf genau diese biometrischen Risiken spezialisiert, um den Vermögensaufbau in jeder Lebenslage nicht zu gefährden.

Quelle :  www.bdrd.de